Psychische Erkrankungen mal anders 4.6 (12)

Umdenken mit systemischen Methoden

Als „Systemikerin“ bin ich bemüht, Gegenstände aus möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Wie ich bereits ausführlich in meinem Beitrag Warum es eigentlich keine kranken Menschen gibt erörtert habe, werden psychische Erkrankungen und ihre Symptome von der Mehrheit der Fachwelt (und der Nicht-Fachwelt) folgendermaßen betrachtet:

Depressionen, Angststörungen etc. werden als im Individuum verortete „tatsächliche” Dinge gesehen. Ziel einer Heilung ist es, sie wie Unkraut aus dem Körper bzw. aus der Psyche auszurupfen. Für den Prozess des Ausrupfens stehen unterschiedliche Methoden wie bspw. Psychotherapien oder Medikamente zur Verfügung.

Diese Betrachtungsweise ist m.E. immer dann sinnvoll, wenn Menschen mit dieser Herangehensweise geholfen werden kann. Doch was ist mit den Menschen, denen diese Perspektive und die damit verknüpften Methoden nicht helfen?

Müssen sich die Betreffenden mit ihrem Schicksal abfinden und sich mit ihrer psychischen Erkrankung lebenslang arrangieren – so wie es bspw. der Diabetiker muss? Nein! Im Folgenden möchte ich Ihnen zeigen, dass es andere Möglichkeiten gibt, psychischen Erkrankungen zu begegnen.

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Warum es eigentlich keine kranken Menschen gibt! 4.8 (4)

Eine systemtheoretische Perspektive auf psychische Erkrankungen

„Kollege XY fällt für ein paar Wochen aus. Der ist psychisch krank. Ich glaube, er hat eine Depression!“ Wir nutzen die Unterscheidung krank und gesund im alltäglichen Sprachgebrauch genauso selbstverständlich wie die Unterscheidung hell und dunkel oder jung und alt.

Doch was bedeutet es eigentlich genau, wenn ein Mensch (psychisch) krank ist? Was ist er denn, was ein gesunder Mensch nicht ist, oder was ist er nicht, was ein gesunder Mensch ist? Im folgenden Artikel möchte ich Ihnen und euch zeigen, warum es eigentlich keine kranken Menschen gibt.

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Was heißt „systemisch”? 4.6 (5)

Leere Versprechen oder volle Erfolge?

Ob systemische Beratung, systemisches Coaching oder systemische Organisationsentwicklung (um nur einige Beispiele zu nennen): Systemische Angebote und Weiterbildungen jeglicher Art sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen – und tun dies noch.

Jeder, der irgendwie mit seinem Angebot etwas hermachen will, scheint plötzlich „systemisch” daherzukommen. Diese Entwicklung wird sowohl von der Konkurrenz als auch aus den eigenen Reihen vermehrt kritisch beäugt. Bei dem „systemisch-Zusatz“ handle es sich um ein unscharfes, bedeutungshohles „Alles-hängt-irgendwie-mit-allem-zusammen-Attribut“.

Der Begriff „systemisch“ werde zunehmend verwässert, verliere an Bedeutung und schon bald werde nicht viel mehr übrig sein als eine leere Worthülse. Dies verunsichert Hilfesuchende und Anbieter gleichermaßen. Doch ist diese Kritik berechtigt?

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