Neue Wege aus der Depression – „Heilung” aus systemischer Sicht

Alles ist sinnlos. Betroffene sind wie vom Leben ausgesperrt. Das Leben ist trostlos und jeder Tag wiegt tonnenschwer. Laut einer Studie der DAK ließen sich im Jahr 2018 rund 2,2 Millionen Menschen aufgrund eines psychischen Leidens krankschreiben. Die Depression ist dabei unter den Diagnosen der traurige Spitzenreiter. Bis zu 30 Prozent aller Depressionen nehmen einen chronischen Verlauf. Der Leidensdruck der Betroffenen (und der Angehörigen) ist enorm.

Was können Betroffene und deren Angehörige tun? Vor allem dann, wenn Sie bereits alles Erdenkliche ausgeschöpft haben?
Aus meiner Sicht als systemische Beraterin möchte ich Ihnen im Folgenden eine Möglichkeit aufzeigen, Depressionen neu zu bewerten und so alternative Wege aus der Leere zu finden.

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„Ich kann mich nicht entscheiden!” – 5 Tipps zur Entscheidungsfindung

5 Tipps aus meiner Beratung, die Ihnen helfen werden, noch heute zu einer Entscheidung zu gelangen

Wir alle kennen die kleinen und großen Entscheidungsschwierigkeiten des Lebens: heute lieber Spaghetti oder doch lieber Pizza? Früh ins Bett oder doch noch eine Folge der Lieblingsserie gucken? Verlasse ich meinen Partner/meine Partnerin oder bleibe ich? Schmeiße ich meinen Job hin oder nicht?
Der Münchner Hirnforscher Ernst Pöppel geht davon aus, dass wir rund 20.000 Entscheidungen pro Tag treffen. Man könnte also sagen, Entscheidungsfindung gehört mehr oder weniger zu unseren Hobbys. Doch während die kleinen Alltagsentscheidungen, so Pöppel, innerhalb von 3 Sekunden gefällt werden, quälen uns die „großen“ Entscheidungen oft über Wochen, Monate oder gar Jahre. Dieser Schwebezustand stresst Körper und Psyche. Im schlimmsten Fall führen aufgeschobene Entscheidungen in einen Burn-Out oder eine Depression.

Auch Sie quälen sich mit einer Entscheidung? Wie Sie es auch drehen und wenden, Sie kommen nicht weiter? Dann versuchen Sie es doch einmal mit diesen 5 Wegen aus dem Dilemma:

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Psychische Erkrankungen mal anders

Umdenken mit systemischen Methoden

Als „Systemikerin“ bin ich bemüht, Gegenstände aus möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Wie ich bereits in meinem Beitrag „Warum es eigentlich keine kranken Menschen gibt“ erörtert habe, werden psychische Erkrankungen und ihre Symptome von der Mehrheit der Fachwelt (und der Nicht-Fachwelt) folgendermaßen betrachtet: Depressionen, Angststörungen etc. werden als im Individuum verortete „tatsächliche” Dinge gesehen. Ziel einer Heilung ist es, sie wie Unkraut aus dem Körper bzw. aus der Psyche auszurupfen. Für den Prozess des Ausrupfens stehen unterschiedliche Methoden wie bspw. Psychotherapien oder Medikamente zur Verfügung.

Diese Betrachtungsweise ist m.E. immer dann sinnvoll, wenn Menschen mit dieser Herangehensweise geholfen werden kann. Doch was ist mit den Menschen, denen diese Perspektive und die damit verknüpften Methoden nicht helfen? Müssen sich die Betreffenden mit ihrem Schicksal abfinden und sich mit ihrer psychischen Erkrankung lebenslang arrangieren – so wie es bspw. der Diabetiker muss? Nein! Im Folgenden möchte ich Ihnen zeigen, dass es andere Möglichkeiten gibt, psychischen Erkrankungen zu begegnen.

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Warum es eigentlich keine kranken Menschen gibt!

Eine systemtheoretische Perspektive auf psychische Erkrankungen

„Kollege XY fällt für ein paar Wochen aus. Der ist psychisch krank. Ich glaube, er hat eine Depression!“
Wir nutzen die Unterscheidung krank und gesund im alltäglichen Sprachgebrauch genauso selbstverständlich wie die Unterscheidung hell und dunkel oder jung und alt. Doch was bedeutet es eigentlich genau, wenn ein Mensch (psychisch) krank ist? Was ist er denn, was ein gesunder Mensch nicht ist, oder was ist er nicht, was ein gesunder Mensch ist? Im folgenden Artikel möchte ich Ihnen und euch zeigen, warum es eigentlich keine kranken Menschen gibt.

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Was heißt „systemisch”?

Leere Versprechen oder volle Erfolge?

Ob systemische Beratung, systemisches Coaching oder systemische Organisationsentwicklung (um nur einige Beispiele zu nennen): Systemische Angebote und Weiterbildungen jeglicher Art sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen – und tun dies noch. Jeder, der irgendwie mit seinem Angebot etwas hermachen will, scheint plötzlich „systemisch” daherzukommen. Diese Entwicklung wird sowohl von der Konkurrenz als auch aus den eigenen Reihen vermehrt kritisch beäugt. Bei dem „systemisch-Zusatz“ handle es sich um ein unscharfes, bedeutungshohles „Alles-hängt-irgendwie-mit-allem-zusammen-Attribut“. Der Begriff „systemisch“ werde zunehmend verwässert, verliere an Bedeutung und schon bald werde nicht viel mehr übrig sein als eine leere Worthülse. Dies verunsichert Hilfesuchende und Anbieter gleichermaßen. Doch ist diese Kritik berechtigt?

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